Häufige Fragen zum Thema Autogas und Autogasanlagen

  1. Autogas auch als Flüssiggas bezeichnet, warum ?
  2. Welche Fahrzeuge können auf den Betrieb mit Autogas nachgerüstet werden?
  3. Können auch Fahrzeuge mit Benzindirekteinspritzung auf Autogas nachgerüstet werden?
  4. Kann ich nach einer Autogas-Umrüstung trotzdem noch mit Benzin fahren?
  5. Wird die Motorleistung im Flüssiggasbetrieb ( mit Autogas ) geringer?
  6. Lohnt das Umrüsten auf Autogas?
  7. Warum ist Autogas günstiger als Benzin?
  8. Ist der Gasantrieb eigentlich sicher?
  9. Was sind die Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas?
  10. Darf ich mit meinem Autogasfahrzeug auch in der Tiefgarage parken?
  11. Warum dürfen Autogastanks nur zu 80% gefüllt werden?
  12. Wie erklärt sich der Mehrverbrauch im Vergleich zum Benzinverbrauch?
  13. Was für Gasanlagen gibt es?
  14. Wie oft muss die Autogasanlage gewartet werden?
  15. Kann ich mein Fahrzeug im Europäischen Ausland Umrüsten lassen?

Antworten

1. Autogas wird auch als Flüssiggas bezeichnet,warum?

Mischungen aus Propangas und Butangas können bereits bei niedrigen Drücken verflüssigt werden. Diese Eigenschaft ist dafür verantwortlich, dass im Gegensatz zu Erdgas große Energiemengen auf kleinem Raum im Fahrzeug gespeichert werden können. Ein Flüssiggasfahrzeug hat deshalb bei gleicher Tankgröße eine mehr als dreifache Reichweite im Vergleich zum Erdgasfahrzeug

2. Welche Fahrzeuge können auf den Betrieb mit Autogas nachgerüstet werden?

Theoretisch kann jedes Fahrzeug mit Benzinmotor nachgerüstet werden. Vereinzelte Motoren sind jedoch nicht so optimal geeignet wie andere. In diesen wenigen Fällen werden wir Sie bei der Bestellung darauf  hinweisen und gemeinsam mit Ihnen eine Alternative suchen.

3. Können auch Fahrzeuge mit Benzindirekteinspritzung auf Autogas nachgerüstet werden?

Ja. Wir vertreiben mehrere moderne Autogasanlagen, die für Benzindirekteinspritzer (FSI, GDI, …) optimal geeignet sind.

4. Kann ich nach einer Autogas-Umrüstung trotzdem noch mit Benzin fahren?

Ja. Die Autogasanlage wird zusätzlich eingebaut, wodurch der Benzintank und die Reichweite im Benzinbetrieb unverändert bleiben. Mit Hilfe eines Kraftstoffwahlschalters in der Armaturentafel kann jederzeit von einem Kraftstoff auf den andern umgeschaltet werden. Sollte der Gastank leer sein, können Sie Ihre Fahrt nach automatischer Rückschaltung auf den Benzinbetrieb ungehindert fortsetzen.

5. Wird die Motorleistung im Flüssiggasbetrieb ( mit Autogas ) geringer?

Bei Autogas (Flüssiggas, LPG) wird der Fahrer in der Regel keinen Unterschied feststellen. Die Leistungseinbußen liegen bei einer modernen Autogasanlage in der Größenordnung kleiner 3%.
Im Erdgasbetrieb ( CNG) hingegen muss mit Leistungseinbußen zwischen 10% und 20% gerechnet werden. Dies liegt im geringeren Heizwert des Kraftstoffes Erdgas begründet.

6. Lohnt das Umrüsten auf Autogas?

1. Mit Autogas oder Erdgas kann jeder die Spritkosten um ca. die Hälfte senken. Je höher der Verbrauch und je mehr Kilometer gefahren werden, desto eher rechnet es sich.
Nach folgender Formel können Sie berechnen, nach wie vielen Kilometern sich die Gasanlage amortisiert hat (Bitte beachten Sie ca. 15% Mehrverbrauch bei Gasbetrieb als bei Benzinbetrieb):
Preis der Gasanlage/(Benzinkosten pro 100km-Gaskosten pro 100km)
2. Fahrzeuge mit Gasanlagen stoßen weniger Schadstoffe aus als Benzin- oder Dieselfahrzeuge (Reduzierung CO2-Ausstoß).
3. Der Wiederverkaufswert Ihres Fahrzeuges steigt.
4. Die Lebensdauer des Motors steigt

7. Warum ist Autogas günstiger als Benzin?

Autogas und Erdgas sind bis mindestens 2018 steuerreduziert.

8. Ist der Gasantrieb eigentlich sicher?

Ja, genauso sicher wie ein Benziner oder Diesel. Der TÜV hat dies durch Crash- und Brandversuche mit auf Gas umgerüstete Fahrzeuge bewiesen. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein fachgerechter Einbau mit TÜV-Abnahme, der durch die Partnerwerkstätten des C+C-Handels garantiert wird.

9. Was sind die Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas?

Erdgas ist Methangas und wird im Fahrzeug unter einem Druck von 200 bar gasförmig gespeichert.
Flüssiggas ist eine Mischung aus Propangas und Butangas und kann über das Mischungsverhältnis von den Tankstellen optimal auf den Sommer- und Winterbetrieb abgestimmt werden. Flüssiggas wird, wie der Name sagt, in flüssiger Form bei 8 bar im Fahrzeug gespeichert. Flüssiggas wird auch als Campinggas oder in Feuerzeugen genutzt.
Durch die Tatsache, dass  Autogas im Tank flüssig gespeichert wird, lässt sich im Vergleich zur Erdgasspeicherung sehr viel mehr Gas speichern und somit werden größere Fahrzeugreichweiten erzielt.

10. Darf ich mit meinem Autogasfahrzeug auch in der Tiefgarage parken?

Ja. Das Verbot des Abstellens von Autogasfahrzeugen in Tiefgaragen wurde bereits im Jahre 1988 mit der Mustergaragenverordnung aufgehoben und in fast allen Bundesländern in Landesrecht umgesetzt. Einschränkungen gibt es lediglich in Berlin, Bremen und im Saarland.

11. Warum dürfen Autogastanks nur zu 80% gefüllt werden?

Der Autogastank benötigt immer ein Luftpolster, um die Ausdehnung des flüssigen Autogases bei Temperaturschwankungen zu ermöglichen. Der Betankungsvorgang wird automatisch bei 80% Befüllung durch den Tankstopp beendet. Manipulationen an der Füllstandsregelung sind gefährlich und können zu ungewolltem Gasaustritt führen.

12. Wie erklärt sich der Mehrverbrauch im Vergleich zum Benzinverbrauch?

Grundsätzlich muss mit einem Mehrverbrauch von 15% bis 30% gerechnet werden. Dies hängt damit zusammen dass der Energiegehalt von Autogas bezogen auf das Volumen ca. 25% unter dem von Benzin liegt. Der Mehrverbrauch ist also kein Energiemehrverbrauch. Messungen zeigten, dass der spezifische Energieverbrauch bei Autogasfahrzeug sogar etwas unter dem vom Benzinfahrzeug liegen kann. Dies setzt natürlich den Einsatz einer modernen, gut eingestellten Autogasanlage voraus. Mit zunehmendem Butananteil im Autogas sinkt der volumetrische Mehrverbrauch. Dies liegt darin begründet, dass der Energieinhalt von Butan etwas höher ist als der von Propan. Der höheren Energiedichte von Butan steht die geringere Klopffestigkeit und der geringere Dampfdruck bei tieferen Temperaturen entgegen. Die sinnvolle Grenze für Butanbeimischung liegt daher bei ca. 50%.

13. Was für Gasanlagen gibt es?

Es gibt im Grunde zwei unterschiedliche Autogasanlagen! Zum einen die Venturianlage die bei Vergaser- und Zentraleinspitz Systemen verwendet wird und zum anderen die Vollsequenzielle Autogasanlage die bei Fahrzeugen mit einer Multipointe Benzineinspritzung verwendet wird.

14. Wie oft muss die Autogasanlage gewartet werden?

Die Autogasanlage muss einmal im Jahr oder alle 20.000km gewartet werden. Bei der Wartung werden die Gasfilter gewechselt, die Zündkerzen und die Anlageneinstellung überprüft und die Autogasanlage auf  Dichtigkeit getestet.

15. Kann ich mein Fahrzeug im Europäischen Ausland Umrüsten lassen?

Grundsätzlich ja, aber wir raten von Fahrzeugumrüstungen im Ausland dringend ab!
Die Fahrzeugnachrüstung in Niedriglohnländern ist zwar finanziell verlockend, aber bitte denken Sie im Vorfeld an Folgeprobleme wie Service, Support, Wartung, Gewährleistung und nicht zuletzt an die Abnahme der Gasanlage durch den deutschen TÜV. Unsere StVZO schreibt eindeutig vor, dass Gasanlagen ausschließlich vom sachkundigen, in die Handwerksrolle eingetragenen Kfz-Meisterbetrieb oder Kfz-Elektrikbetrieb eingebaut werden dürfen.